Über mich

8seasonshuskies ©johanna.frielingsdorf

Hallo, Ich bin Kathi

Der Mensch hinter dem Rudel.

Der erste Hund in meinem Leben war Nicky, ein kleiner Dackel, der mir beigebracht hat aufs Töpfchen zu gehen.

21 Jahre später habe ich beschlossen meinen Job als Zahnarzthelferin in Deutschland an den Nagel zu hängen, um vor dem Studium der Zahnmedizin noch etwas anderes anzuprobieren. „Das Leben ist zu kurz für später“ habe ich mir gedacht.

Ich plante einen 4-monatigen Aufenthalt in Schwedisch Lapland aus dem mittlerweile 13 Jahre geworden sind.

Ich entschied mit dem Flow zu gehen und arbeitete für zwei Saisons auf einer Husky-Farm zwischen Gällivare und Kiruna in Swedish Lapland, oberhalb des Polarkreises.

Es fühlte sich einfach richtig an mit den Hunden zu arbeiten, im Wald in einem Bauwagen zu leben und dem Wetter und den Temperaturen bis zu -46 Grad zu trotzen. Meine kältesten Zeiten bis heute.

Ich verlies diesen Ort zusammen mit meiner großen Liebe Johanna und unseren ersten beiden eigenen Alaskan Huskies Jet und Luna.

Wir zogen zusammen in ein kleines Schwedenhäuschen, arbeiteten im Tourismus und als Tourguides, bauten die ersten Zwinger für unsere Neuzugänge Sapun und Kesik und heirateten am Fluss Kalix.

Wir liebten es, mit unserem kleinen 4er Hundeschlitten-Gespann die Landschaft zu erkunden, wobei Jet eher die kleineren Ausflüge genoss.

Bald hatten wir 6 Hunde und ich fand mich wieder, wie ich für mein erstes kleines Rennen trainierte.

Ich kann nicht genau erklären warum ich ein Rennen fahren wollte. Es ist schon ein bisschen verrückt – es ist kalt, mental fordernd und oft körperlich anstrengend, aber es macht mich tief glücklich und zufrieden. Gemeinsam mit meinen Hunden diese Herausforderungen zu meistern ist wundervoll.

Ich fühle mich unglaublich lebendig da draußen!

Beim ersten Rennen wusste ich noch nicht genau worauf ich mich eigentlich einlasse. Ich war unsicher was die Hunde und ich leisten können, besonders weil ich zwei geliehen dabeihatte. Also sind wir nicht ins Ziel gefahren und haben nach 200 km das Rennen beendet.

2011 sind Johanna und ich nach Överkalix gezogen und haben uns schweren Herzens entschieden die drei jüngeren Hunde Sapun, Kesik und Kate zu verkaufen. Unsere Zukunft war zu unsicher, unser beruflicher Weg unklar – wir wussten nicht genau, womit wir ausreichend Geld für uns und unsere Hunde verdienen können. Es folgte eine Zeit des Ausprobierens.

Aber der nächste Winter kam und ich musste wieder raus, mit meinen Hunden raus in die Natur. Die Vorfreude der Huskies bevor es los geht, der gleichmäßige Tackt der Pfoten im Schnee und die Liebe und Zuneigung der Hunde, das ist meine Leidenschaft.

Unsere berufliche Existenz stand langsam auf sichereren Füßen, also konnte ich eine Kooperation mit zwei erfahrenen Mushern (Menschen, die ein Schlittenhundegespann führen) eingehen. Ich habe deren Junghunde jeweils einen Winter trainiert, habe viel über Hunde und auch Trainingsmethoden gelernt.

Aber irgendwann habe ich einsehen müssen, dass ich jeden Winter wieder von vorne anfange und sich unsere Haltungen und Philosophien immer mehr unterschieden.

Ich möchte jeden Hund individuell entwickeln und fördern damit er selbstbewusst und so ausgeglichen wie möglich werden kann. Und ich möchte die individuellen Bedürfnisse und die passende Kommunikation herausfinden, um all diesen unglaublichen Persönlichkeiten gerecht zu werden.

Beruflich hatten wir unseren Weg gefunden und es wurde finanziell möglich mehr Hunde zu haben. Wir haben unser Leben und Arbeiten auf die Hunde abgestimmt, mehr Touren im Sommer angeboten, damit ich Zeit für das Training im Winter hatte, wenn die Temperaturen fallen und die Hunde vor Energie fast platzen.

Unseren Lebensstandard haben wir nicht wesentlich angehoben – den der Hunde schon.

Wir haben stetig die Qualität der Zwinger, der Freilaufgehege, des Trainingsmaterials, des Futters und der tiermedizinischen Versorgung verbessert.

2016 bin ich das erste Mal mit einem komplett eigenen Team beim 500km Finnmarkslopet gestartet.

Ich hatte viele junge Hunde im Gespann und wollte diese nicht überfordern. Nach 390 km habe ich mit einem Team glücklicher Hunde das Rennen beendet, um es ein Jahr später zu ende zu fahren.

Die Entscheidung für ein Leben mit den Hunden als Lebensmittelpunkt war getroffen.

Jet wurde Haushund und Luna begleitete uns auf den kleineren Touren.

Ich kaufte einen Junghund und zwei erfahrene Rennhunde von erfolgreichen Mushern um mein eigenes Team für das Finnmarkslöpet 1200km aufzubauen.

Der erste Start war für 2022 geplant.

2018 bekamen wir 16 Welpen, einige ältere Hunde gingen langsam in Rente und aufs Sofa und unser Ziel rückte näher.

Ein zufriedenes, ausgeglichenes und hoch motiviertes Team von Schlittenhunden aufzubauen, die ich optimal trainieren und begleiten darf.

Unser ganzes Leben haben wir um unsere große Liebe, die Hunde, aufgebaut. Sie sind mein ganzes Leben geworden, wenn das der kleine Dackel Nicky sehen könnte.