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Spendengeschichten No.1

Wir haben einen Anruf bekommen….

Die meisten von Euch wissen, dass wir Ende März einen Spendenaufruf gestartet haben um unsere 33 Hunde durch diese schwere Zeit zu bekommen.

Wenn du neu dabei bist– hier eine kurze Zusammenfassung:

Aufgrund der Corona-Krise brachen unsere Einnahmen von einem Tag auf den anderen ein – all unsere Touren wurden abgesagt – aktuell bis August 2020. Normalerweise bieten wir Touren und Aktivitäten im Norden Skandinaviens an. Kanu- ,Wander- und Huskytouren rund um unser Zuhause in Miekojärvi und Komplettreisen auf den Lofoten um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Um ehrlich zu sein war ich die erste Zeit vollkommen geschockt. Meine Angst, nicht mehr genug Geld für meine Huskies verdienen zu können um gut für sie sorgen zu können hat mich völlig gelähmt.

Aber dann sprang mein Überlebensmodus an – ich musste einfach versuchen eine Lösung zu finden.

Ich habe Tag und Nacht an dieser Homepage gearbeitet um dir einen Eindruck von unseren Hunden und unseren Leben am Polarkreis geben zu können. Um Hilfe zu bitten war und ist ein seltsames Gefühl für mich. Normalerweise löse ich meine Probleme selbst. Aber für meine Hunde tue ich alles – sie sind meine Familie.

Mein Spendenaufruf brachte neben Spenden und Zeitungsartikeln auch eine Vielzahl herzerwärmender Geschichten. Einige möchte ich gerne mit dir teilen:


Wir haben einen Anruf bekommen….

…genauer gesagt – Johanna wurde angerufen. Und zwar von Anders. Er schiebt im Winter den Schnee auf dem Parkplatz unseres Gästehauses (hier oben fällt manchmal ein halber Meter Schnee an einem Tag – da kommen wir mit dem Schneeschaufeln nicht hinterher). Ich konnte in ihrem Gesicht sehen, dass sie grad eine wunderbare Nachricht bekommt. Anders hatte unseren Artikel in der schwedischen Lokalzeitung gelesen und war sehr betroffen. Er ist selbst ein riesiger Hundefreund und hat sich dazu entschieden, seine geleistete Arbeit für uns nicht in Rechnung zu stellen. Was für eine großzügige und schöne Geste! Danke Anders!

(Am Morgen des 04.04.2020)


Wir haben einen Anruf bekommen…

…diesmal ist es mein Handy das klingelt. Am anderen Ende ist eine Frau aus Boden. Sie hat denselben Artikel gelesen und möchte uns gerne helfen. Sie war voller Mitgefühl für uns und unsere Hunde. Ihr Mann starb vor einiger Zeit und ihr Hund hat ihr in dieser schweren Zeit viel Kraft gegeben.

Sie spendete 500€. Einfach so. Ich meine – ich kannte diese Frau nicht und doch möchte sie uns helfen. Mir kamen die Tränen – ich war sehr berührt von ihrer Freundlichkeit. Ich bin sicher, dass wir uns persönlich treffen werden, sobald es wieder angesagt ist Menschen persönlich zu danken. Dann kann sie all die wunderbaren Hunde kennenlernen die uns in dieser schweren Zeit aufrecht halten.

(Vormittags 04.04.2020)


Wir haben einen Anruf bekommen…

…wieder ist es mein Handy was da klingelt. Und wieder ist es ein Mensch den ich nicht kenne. Stig Oje aus Luleå ist dran. Seine Frau kommt aus unserem Nachbarort und der Zeitungsartikel hat ihn sehr berührt und für ihn war klar, dass er unseren Hunden helfen möchte. Nachdem wir uns ein bisschen über unsere Situation unterhalten haben hat er entschieden uns eine Palette Hundefutter zu spenden. Nachdem er das gesagt hat war ich absolut sprachlos und ich habe wohl auch vergessen weiter zu sprechen…

In meinem Kopf hat es angefangen zu rattern: Kann es sein, dass jemand den ich nicht kenne das Futter für meine Hunde bezahlen möchte? Eine ganze Palette? Weiß er wie viel das ist? Weiß er wie unglaublich teuer das ist? Passiert das grad wirklich?

In die ganzen Fragen und Gedanken mischte sich auch ein Gefühl von Scham. Ich sollte eigentlich diejenige sein die das Futter für ihre Hunde bezahlen kann…

Anscheinend habe ich eine ganze Weile geschwiegen weil Stig Oje etwas unsicher nachfragte ob sein Angebot nicht ok wäre.

Also habe ich mich zusammen gerissen und das Gespräch fortgesetzt. Sein Angebot uns zu helfen war viel mehr als OK! Eine ganze Palette Hundefutter ist bereits bei uns eingetroffen – und die Hunde lieben es!

Ich bin völlig überwältigt. Wir haben Hundefutter für einige Monate und zusätzlich all diese Anrufe, E-Mails und Nachrichten von großartigen Menschen die uns gerne unterstützen möchten und Anteil nehmen.

Ein Freund hat mich neulich gefragt wie es uns geht. Ich habe gesagt: „Den Umständen entsprechend wirklich gut – wir haben jetzt wieder Hundefutter!“

Und dann hat er mich nochmal gefragt: „Wie geht es EUCH?“

Meine spontane Antwort war: „Naja, im schlimmsten Fall können wir Hundefutter essen!“


Ok, ernsthaft:

Unsere finanzielle Situation sieht im Moment düster aus. Die Möglichkeit unser Unternehmen retten zu können entfernt sich immer weiter. Wir haben alles getan um so viele Informationen wie möglich zu sammeln um über den nächsten Schritt entscheiden zu können. Eine Antwort steht noch aus und dann werden wir wissen ob oder wie unser Unternehmen überleben kann.

Diese Entscheidung sollte nicht auf Grundlage von Wünschen und Vermutungen getroffen werden – wir sind füreinander verantwortlich, für unsere Leben und für unsere Hunde – also sollten wir versuchen die weiseste Entscheidung zu finden, basierend auf dem Wissen das wir jetzt haben.

Wenn ich eins weiß, dann dass ich alles versuchen werde um unser Leben mit den Hunden weiter ermöglichen zu können.

Spendengeschichten No. 1 – Ich habe nie gedacht einmal an diesen Punkt zu kommen – auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Umso schöner ist es zu erleben das es Unterstützung und Solidarität unter uns Menschen gibt! Lasst uns gemeinsam auf das aufpassen was uns am Herzen liegt.

Ich danke Euch allen für Eure Unterstützung!

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crazy leo

2 Kommentare

    • Kat&8SeasonsHuskies

      Hallo Jochen,
      ich schicke dir die Kontodaten per Email. Das Spendenkonto hat nichts mit dem Unternehmen zu tun, somit auch nichts mit der Insolvenz. Viele Grüsse aus dem Norden und schonmal DANKESCHÖN!

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