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Ein Tag im Kennel

Was machen unsere 8SeasonsHuskies eigentlich den ganzen Tag am Ende der Wintersaison?

In den letzten Blogbeiträgen habe ich dir viel von uns und unserem Leben hier oben im Norden und unserem Umgang mit der Corona-Krise erzählt.

Unsere Hunde sind davon absolut unbeeindruckt.

Und ihr Alltag hat sich, dank deiner Hilfe, bisher nicht wesentlich ändern müssen.

Ein riesiges Dankeschön an alle, die uns bisher unter die Arme gegriffen haben. Ihr macht es möglich, dass unsere Hunde bis jetzt genau das Leben führen können, das sie gewohnt sind.

Und wie das aussieht, jetzt im Frühlingswinter seht und lest selbst:


Morgendliche Routinen

Es ist 04:00 Uhr morgens und über Miekojärvi geht die Sonne auf. Die ersten Hundeköpfe schauen neugierig aus den Hütten. Hier und da stretchen sich die ersten Vierbeiner und gähnen noch einmal genüsslich.

-5 Grad Celsius – aus Huskysicht perfekte Temperaturen, um auf sich aufmerksam zu machen und mich für eine Tour zu wecken.

Es dauert nicht lange und das erste Heulen ist zu hören. Und es wären ja schließlich keine Huskies, wenn nicht nach und nach alle miteinstimmen würden.

Es wird hell, es ist schön kalt, meine Hunde wollen sich bewegen!

Wenn kein Mensch zu sehen ist, der dem Ruf folgt (da ich fleißig am Schreibtisch sitze und arbeite), spielen sie in den Zwingern gerne eine Runde Fangen, bevor sie noch eine Runde dösen, bis es Frühstück gibt.

Nach dem zweiten, dritten oder vierten Kaffee um spätestens 07:30 Uhr mache ich meine erste Pause vor dem Rechner und mische die Fleischsuppe an.

Ich laufe mit zwei vollen Fleischsuppe-Eimern zur Zwingeranlage und die Vorfreude aufs Frühstück ist deutlich zu hören. Einige (Bamse und ihre zwei Söhne Goethe und Heine) bellen besonders laut – nicht, dass ich sie vergesse!

Jeder Hund bekommt eine große Suppenkelle (ca. 800 ml) gefüllt mit Hähnchen, Rind oder Pansen (der stinkt zwar gewaltig – ist aber super lecker!) und angereichert mit einem Vitamin- Mineralmix u.a. mit Kolostrum, MSM und Wasser.

Duplo und Numit, meine Suppen-Spezialisten, schmeißen jedes Mal sehr verlässlich ihre Näpfe mit der Fleischsuppe um, damit sie ohne Umwege an das Fleisch kommen ohne das „lästige“ Wasser trinken müssen. Bis auf Rubin und Pearl lieben alle die Suppe und ratzfatz ist alles weg geschlabbert. Nur eben Rubin und Pearl machen erstmal lange Zähne und drücken klar aus, dass sie lieber was anderes hätten, bevor sie laaangsam zu fressen beginnen.


Ausmisten muss sein…

Nach dem Frühstück legen sich alle wieder hoch zufrieden in die Hütten oder bei Sonnenschein auch gerne auf die Tische für ein kleines Verdauungsschläfchen.

8:30 kommt dann Zoe, unsere freiwillige Helferin, zum „Scoop the poo“ vorbei und sammelt, mit Eimer und Schaufel bewaffnet, die Haufen in den Zwingern und im Freilauf ein.

Im Anschluss gibt es für alle ausgiebige Streichel- und Schmuseeinheiten, bei denen direkt festgestellt werden kann, ob alle gut in den Tag gestartet sind und es ihnen gut geht.  Im Anschluss werden die Näpfe mit Wasser gefüllt – sehr zur Freude von Flash, denn sie liebt Wasserspiele. Sobald ihr Napf gefüllt ist, schmeißt sie ihn um oder schiebt ihn so lange durch den Zwinger, bis kein Tropfen mehr drin ist. Thunder wiederrum trampelt regelmäßig voller Freude drin herum. Das Ergebnis ist dasselbe: Das Wasser darf noch einmal nachgefüllt werden.

Numit hat jedoch die interessanteste Angewohnheit mit seinem Napf. Entweder vollbringt er den Trick, den ersten Haufen des Tages genau in den Napf zu setzen oder er versteckt seine Hinterlassenschaft unter seinem Napf. Was er mir damit wohl sagen möchte?!


Playground Zeit

Nach der Morgenroutine mit Füttern und Saubermachen lasse ich die Senioren schon mal in den Auslauf. Die älteren Herrschaften spielen nicht mehr so wild und die Gefahr einer Magendrehung ist damit geringer.

FAKTEN BOX

Die lateinische Bezeichnung für eine Magendrehung lautet Torsio ventriculi. Dass sie bei Hunden überhaupt möglich ist, liegt daran, dass ihr Magen nicht mit ihrer Bauchhöhle verbunden ist. Stattdessen wird er lediglich durch Bänder gehalten und sit dadurch sehr beweglich.

Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen des Vierbeiners längs um seine eigene Achse. Dadurch wird sein Eingang verschlossen, Luft kann nicht mehr entweichen und Nerven sowie Blutgefäße werden eingeklemmt. In der Folge kommt es zu einer ungenügenden Blut- und Sauerstoffversorgung des Körpers, die schon nach wenigen Stunden einen tödlichen Kreislaufzusammenbruch zur Folge hat.

(https://www.bellfor.info/magendrehung-beim-hund)

Während die Oldies gemütlich durch den Freilauf schnuppern, verteile ich nach Bedarf noch Medikamente. Sind Hunde gesundheitlich angeschlagen oder haben Durchfall, bekommen sie etwas zur Stärkung des Immunsystems.

Dann darf die erste Gang „junger Wilder“ endlich in den Freilauf. Ich wechsele die Gruppenzusammensetzung immer mal wieder durch. Mir ist es wichtig, dass sie eine schöne und positive Art finden, miteinander zu spielen und nicht zu wild zu werden.

Unbeaufsichtigt lasse ich maximal 6 Hunde gleichzeitig auf die 3500 m2. Wenn ich dabeibleibe, sind es oft auch mehr! Wenn ich überlege, wer mit wem in den Freilauf darf, habe ich die Läufigkeit der Hündinnen, Pubertätsbesonderheiten der Junghunde, Altersweisheit und jugendlichen Übermut immer im Hinterkopf.

Bis zum Mittag mache ich noch 1 – 2 Gruppenwechsel und immer gibt es ein lautes „Hallo“. Alle wollen als erstes raus aus dem Zwinger und rein in den Auslauf – eigentlich egal wohin, Hauptsache als erstes und ganz vorne mit dabei.

Für mich ist dies eine gute Gelegenheit, ein bisschen Geduld zu üben. Mein Kommando „alle 4 Pfoten gehören auf den Boden“ ist das meistdiskutierte. Aber ich habe Geduld – sehr zum Leidwesen meiner besonders ungeduldigen Vierbeiner, die hüpfend auf sich aufmerksam machen.


Schlittenhundetraining im Frühlingswinter

Vormittags arbeite ich seit 4 Wochen sehr diszipliniert an der Webseite, den Spendenaufrufen und der Lösungssuche für die Zukunft meiner Hunde. Aber nachmittags darf ich dann endlich raus – dann gibt es nur noch „Hunde, Hunde, Hunde“.

Je nach Temperatur, Schneebedingungen oder Energielevel meiner Huskies gibt es Schneemobiltouren auf dem See mit Freilauf und Konditionstraining oder Einzeltraining. Wenn ich einzeln mit den Hunden arbeite, geht es mir immer um die genaue Beobachtung des Hundes, um heraus zu finden, was grade gefördert werden kann. Oft geht es um Konzentration, Fokus oder die Fähigkeit, sich leichter entspannen zu können. Das mache ich mit Leinenarbeit, Boxentraining oder indem ich sie mitnehme, um mit ihnen gemeinsam neue Situationen zu meistern.

Who let the dogs out?

We try to keep positive vibes – the dogs are great therapists. They want to eat, run, play, sleep as always, no matter what is going on in the world. Living in the moment. We got already some donations which helps us a lot. But the future is still quite unsure. Gives us hope that many of you want to support us. Thanks, again. I truly hope that this short video brings a smile on your face and let you forget all the challenges you are facing right now. If you want to read more about the 8SeasonsHuskies or like to support us have a look at our website www.8seasonshuskies.com

Slået op af KAT&DOgs – 8SeasonsHuskies i Søndag den 5. april 2020

Alle zwei Wochen gehört auch Maniküre und Pediküre mit zum Programm. Meine 33 Hunde haben 132 Pfoten und somit 528 Krallen. Das dauert seine Zeit, bis alle Pfoten kontrolliert und die Krallen geschnitten sind.

Genauso gehörten auch Laserbehandlung von Verletzungen oder Beschwerden (aktuell bekommen Bounty mit ihrer verletzten Pfote und Quartz mit seiner chronischen Mandelentzündung jeden Tag eine Behandlung) und natürlich Massagen gegen Verspannungen (Finn hat leider viel und oft „Rücken“ und genießt die Behandlungen sehr) zum regelmäßigen Wellnessprogramm.


Abendliche Routinen

Bevor wir Menschen zu Abend essen, gibt es für die Hunde Lachs (ca. 1 Kopf) oder Trockenfutter (ca. 200g unterschiedliche Sorten – Rennteam und Senioren).

Zoe macht wieder ihre „Scoop the Poo“- Runde, füllt Wasser auf (Flash wirft es wieder um, Thunder springt drin rum und Zoe füllt es wieder nach 😉 ) und alle chillen zufrieden in ihren Zwingern in der Abendsonne.

Solange es die Temperaturen zulassen, trainieren wir noch auf dem See. Wenn das Eis nicht mehr trägt, steige ich um auf den Trainingswagen für das Saison-Abschluss-Training ohne Schnee, dafür aber auf den Waldwegen. Dieses Training dauert ca. bis Mittsommer.

Wir üben Routinen (Ein- und Ausspannen, Booties an- und ausziehen, Pausen, Snacks fressen, Decken auf- und abziehen, …), fahren manchmal über Nacht raus und ich bleibe gerne mit den Hunden im Wald, mache uns ein Lagerfeuer und wir üben das Schlafen an den unterschiedlichsten Orten.

Mir ist es wichtig, dass meine 8SeasonsHuskies möglichst viel kennenlernen können und Zeit bekommen, sich an neue Situationen zu gewöhnen.

Zu den täglichen Beschäftigungen meiner Hunde gehört es auch, sehr genau zu beobachten, wer oder was in der Luft, auf dem See oder auf der Straße unterwegs ist. Unser Kennel liegt an der einzigen Straße, die durch Miekojärvi führt.

Und meine Hunde melden selbstverständlich, sobald etwas oder jemand vorbeikommt, wobei die Lautstärke immer schon verrät, um wen oder was es sich handeln könnte.

Spaziergänger werden höchstens mit 3-4 kleineren „Wuffs“ angekündigt, wohingegen ein Spaziergänger mit Hund schon lautstark und von allen gemeldet wird.

Kommt ein Mensch mit Hund joggend an unserem Grundstück entlang, wird das Gebell noch lauter, aber auch kürzer. Jogger sind einfach schneller wieder weg. Kommt ein Hund mit Kickbike vorbei, wird es super laut. Aber auch super kurz, weil Kickbikes super schnell sind! Bekommen wir Besuch, egal ob vorne am Haus oder direkt in den Zwingeranlagen, sind zwar alle interessiert, aber gebellt wird eher nicht – außer natürlich, das was passiert, verspricht Spaß, Spiel und Bewegung. Alles andere wird zwar neugierig beäugt, wie beispielsweise unser Postbote, aber nicht verbellt.


Wer sind die kommunikativsten Huskies?

Nachts dürfen immer ein paar unserer Hunde mit in unsere Cabin. Wenn Johanna und ich uns schlafen legen, heulen alle anderen Huskies noch einmal auf, um „Gute Nacht!“ zu sagen. Und nicht nur dann. Wenn ein Mitglied das Gelände des Rudels verlässt oder auch kurz nach dem Frühstück wird gemeinsam geheult.  

Bozita (die schönste Stimme im Rudel) und Pearl sind meist die ersten, bevor alle anderen miteinstimmen. Vielleicht weiß Bozita wie schön ihr Gehaule ist und fängt deshalb immer an. KitKat hingegen sieht super lieblich und zierlich aus, hat aber eine sehr, wirklich sehr tiefe Stimme – ganz im Gegensatz zu Snickers, der sich anhört, als sei er im Stimmbruch: hoch, schräg und schrecklich. 😉 Leo, unser einziger Nicht-Husky, hat das Heulen ein paar Mal versucht, kann es aber nicht und bleibt lieber beim Bellen.

Für das Anstimmen der Abendkonzerte ist in den letzten Wochen allerdings Jade zuständig. Sie bellt und bellt und bellt. So lange, bis ich ihr mindestens drei Mal extra „Gute Nacht“ gesagt habe. Dann gibt auch sie endlich Ruhe.

Die einzigen, die die Nachtruhe dann noch einmal unterbrechen, sind KitKat und Duplo, wenn sie die heimkehrenden Schwäne hören. In diesem Fall können sie kaum zur Ruhe kommen. Aber auch das Werden sie noch lernen. Spätestens dann, wenn wir uns nachts in den Wäldern am Lagerfeuer zusammengerollt haben, haben wir alle Zeit der Welt, uns an die vielen Geräusche der Nacht zu gewöhnen….

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crazy leo

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